Retro Classics 2017 - Stuttgart

Eindrücke von Europas grösster oldtimermesse

Till Rosenkranz war zu Besuch bei der Retro Classics in Stuttgart (2.-5.03.17). Traumhafte Automobile, verteilt über 9 Hallen, die das Herz vieler  Enthusiasten höher schlagen lassen. Rund 90.000 Besucher aus dem In- und Ausland konnten damit auf über 130.000 Quadratmetern wundervolle Zeitgeschichte erleben.

 

Ein ausführlicher Bericht zur Retro Classics 2017 und meine Einschätzung der Entwicklung des Oldtimermarktes und der Klassikerszene folgt hier in Kürze.

Jedoch schon vorab: Der Trend ist ungebrochen. Ich bin überzeugt - Wir erleben immernoch erst den Anfang einer Entwicklung. Konnten in den letzten Monaten manche Klassiker davon profitieren, dass das niedrige Zinsniveau manche nun in alternative Investmentformen treibt, so zieht nun immer mehr der Gesamtmarkt nach. Davon profitieren nicht nur die Werte der Oldtimer an sich, sondern es entwickelt sich weiterhin eine florierende Wirtschaft rund um das historische Automobil.

 

Ich freue mich, Ihnen hier in Zukunft ein verläßlicher Partner zu sein und Ihnen meine Einschätzung der Szene mitzuteilen.

 

Herzlichst

Ihr

Till Rosenkranz

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Oldtimer – eine Leidenschaft

Ich war gerade 18 geworden und hatte den Traum vom ersten eigenen Fahrzeug – es sollte etwas anderes sein, was meine Klassenkameraden und Freunde fuhren (also eben kein Golf II oder Kadett GSI) und meine finanziellen Mittel waren sehr beschränkt.

 

 

Doch zuvor blicken wir noch etwas zurück: Bevor ich so richtig sprechen konnte, hatte ich meinen Eltern zufolge das Wort „Auto“ im Mund – bald darauf war es mir ein großer Spaß, vorüberfahrende Fahrzeugtypen an Radkappen oder Felgen zu erkennen. Zu dieser Zeit war mein Vater ein begeisterter Fiat Fahrer und ich weiß noch sehr genau, als wir Anfang der 80iger Jahre einen nagelneuen Fiat Ritmo (der mit den zwei Rundscheinwerfern) beim Vertragshändler abholten. Noch Jahre später wurde mir in diesem Auto bei warmen Temperaturen – aufgrund des Fiat-eigenen Geruchs – speiübel. Aber: Ich liebte dieses Auto. Natürlich kamen wir vom Fiat-Händler mit einem Berg voller Prospekte nach Hause: Ritmo, Ritmo Cabrio und: Pininfarina Spidereuropa.

 

 

Was kaufte ich mir also mit 18 Jahren? Einen Fiat 124 Spider – genauer: ein AS Baujahr 1969. Natürlich in rot. Ein Traum. Als ich den Kaufvertrag unterschrieb, muss ich blind gewesen sein, denn die Blasen, die der Rost an den Kotflügeln bereits geworfen hatte, sah ich nicht. Der Nachhauseweg von Reutlingen nach Augsburg (150 km) dauerte statt 1,5 Stunden über die Autobahn ganze 6 Stunden über Land. Permanent funktionierte etwas nicht. Aber: Mein Traum ließ mich keinen Anwalt anrufen oder gar den Kaufvertrag anfechten – zu dieser Zeit ging dies auch so noch nicht. Mein Traum ließ mich nach Hause rollen, es war schon dunkel, als ich ankam.

 

 

Diesen Traum habe ich bis heute nicht vergessen – es war die Erfüllung eines Kindheitstraums.

 

 

Um den Kauf eines Klassikers zu verstehen, müssen wir uns diese unsere Träume eingestehen. Und aus diesem Grund kauft die Generation Y oder Z eben einen Wagen, den die Generation der best ager verächtlich als Gebrauchtwagen betrachtet, für die Jungen jedoch das Paradies auf vier Rädern darstellt.

 

 

Um die Frage nach dem richtigen Oldtimerkauf zu beantworten: Kaufen Sie sich keine Anlage – kaufen Sie sich Ihren Traum. Wenn Sie sich dies zu Herzen nehmen, wird Sie dieser immer reich machen…

 

Herzlich

 

Ihr

 

Till Rosenkranz